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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 16: wieder zu Hause, unsere Statistik zum Abschluß

Unser Luxus-Urlaub geht mit folgender Statistik zu Ende:

858 km Strecke

15 Tage Urlaub davon 13 Fahrtage und 2 Pausentage;

4 Platten;

Eine defekte Gangschaltung nach 3 bis 4 Reparaturen;

Luxus d. h. ohne Zelt, ohne Windeln

Ein abgefahrenes Kettenblatt (o. K. Das hätten wir uns auch vorher denken können, aber Michael ging davon aus, dass es noch locker 1000 km hält).

Gewichtsverlust: 3 kg bei Michael… Er ist sich noch nicht sicher, ob es sich dabei um Speck oder Nervenmasse handelt… 🙈🤣

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 15: von Bad Dürkheim nach Rheinzabern

Auf zu unserer letzten Etappe! Meine Vorfreude auf eine sonnige Radtour entlang des Kraut und Rüben Radweg ist groß! Der Morgen verläuft allerdings erst einmal etwas anders als üblich: seit einigen Tagen müssen wir nicht mehr besonders ordentlich sondern eher praktisch packen, d. h. unsere Taschen packe ich nicht mehr personenbezogen, sondern rein am Inhalt orientiert sauber vs schmutzig 😎 Da wir die letzte Unterkunft ohne Frühstück gebucht hatten, essen wir beim Packen schnell übrige Bananen (davon haben wir auf Tour immer reichlich…) und jeder ein halbes Brötchen… Das muss für die ersten 2 km bis zur Bäckerei reichen. Dort kaufen wir unsere Tagesverpflegung an Brötchen, Brezeln und süßen Stückchen ein. Kaffee gibt es auch noch. Mit diesem Essen setzen wir uns zu einem „Frühstücks-Picknick“ in den Kurpark direkt zwischen Saline und Spielplatz. Dort dürfen die Kinder nach dem Frühstück noch Turnen dann geht es um 11 Uhr los!

Richtung Haßloch verläuft der Kraut und Rüben Radweg oft ohne eigene Radweg Spur auf der Hauptstraße durch Ortschaften. Wir erlauben den Kindern trotzdem selbst zu fahren. Lukas mag nach 8 km lieber wieder in den Anhänger einsteigen. Maria ist heute sehr ehrgeizig: unter 15 km geht da nichts. Mit ein paar Trinkpausen darf sie bis Haßloch radeln.

Spätestens hinter Haßloch wird der Kraut und Rüben Radweg sehr „zackig“: rechts, links, ums Feld herum, Hügel am Weinberg hoch, unsere Gangschaltung macht natürlich Zicken, irgendwo Hügel wieder runter… Ich bin total aus der Richtung und navigieren nur noch nach den „Rüben-Schildern“. Später sind wir uns sicher, dass eines davon verdreht war, denn wir quälen uns und unser Gefährt bergauf zum Wasserturm (gefühlt falsche Richtung), dann Remsen wir uns wieder in den nächsten Ort, dann fehlen weitere Schilder… Also ICH hatte trotzdem noch gute Laune… Die Kinder wollten wissen, wann wir zu Hause sind und Michael meinte dass wir gerade Kurs auf Heidelberg halten 😂🤣😂🤣 o. K. Ich schalte unser GPS Gerät ein und navigieren uns zurück zum geplanten Track. Der Umweg war gering. Wir machen noch eine kurze Pause.

Die Gangschaltung hat quasi den Geist aufgegeben. Michael muss die hohen Gänge mit aller Kraft und 2 Händen „reinwürgen“. Wenn wir zu zweit heftig reintreten, kracht und springt die Kette gewaltig. D. h. Michael fährt immer alleine an, auf Befehl trete ich mit und wir fahren in kleinen Gängen mit hoher Trittfrequenz.

Ab Zeiskam kennen wir die Strecke nach Hause. Maria ist höchst motiviert, von hier aus die letzten 15 km alleine zu fahren. Lukas hat Angst vor bellenden Hunden und bleibt lieber im Anhänger sitzen. Er fragt gefühlt alle 5 Minuten, wann wir zu Hause sind. Nach einem Blick auf die Uhr versprechen wir unseren Kindern noch beim Ala Hopp Spielplatz in Rülzheim zu halten. Die Vorfreude von uns allen ist gigantisch.

Nach der Spielplatz-Pause ist auch Lukas so ambitioniert, alleine nach Hause zu radeln.

Welch ein schöner Tourabschluss: unsere Kinder können sagen, dass sie selbst vor der Haustür gestartet sind und auch wieder selbst nach Hause gefahren sind.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 14: von Worms nach Bad Dürkheim via Freisheim

Unsere Jugendherberge bietet auch beim Frühstück wieder super Komfort. Alles wird an den Tisch gebracht und kleine Sonderwünsche werden umgehend erfüllt. Die Freude die das Küchenteam verbreitet ist anstreckend! Schade, dass es so nicht überall war.

Heute verlassen wir den Rhein und folgen dem Barbarossa Radweg gen Osten bis Bockenheim.

Dort steht das nördliche Weintor (Haus des Weines) an dem wir auch pausieren. Eigentlich an einem Kneip-Becken…, dochWasser gibt es leider hier nicht.

Unser Rad mag grade auch nicht mehr so richtig. Neben der immer noch schlecht schaltenden Nabenschaltung beginnt nun auch die Kette zu springen, wenn wir zu fest in die Pedale treten. (Also hier ein Tipp für alle, die mal auf Tour gehen wollen: Wenn die Zahnräder vor der Tour schon spitz sind, dann schaffen sie keine 1000 Kilometer mehr!)

Springende Kette, defekte Gangschaltung… für uns wird es jetzt schwierig, da wir ab Bockenheim auf dem hügeligen Kraut und Rüben Radweg unterwegs sind (d. h. man spürt die Ausläufer des Pfälzer Waldes).


In Freinsheim schauen wir uns noch einmal um. Die schöne Altstadt mit der tollen Stadtmauer und einer kleinen barocken Parkanlage gefällt uns gut.

Die letzten Meter zum Hotel dauern dann nicht mehr lange. Wir laden unser Gepäck ab und fahren noch nach Bad Dürkheim, um uns auch dort die Stadt anzusehen.

Leider werden hier unsere Erwartungen nicht erfüllt. Für uns gehört nur der Kurpark zu den richtig sehenswerten Stellen. Hier essen wir auch unsere Pizza zum Abendessen. Zum Abschluss des heißen Tages in Bad Dürkheim dürfen Maria und Lukas noch auf den Wasser-Spielplatz an der Saline gehen.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 13: von Mainz nach Worms

Nachdem wir gestern noch eine sehr nette Radbekanntschft gemacht haben, dauerte es heute ein wenig länger bis wir losfahren, da wir uns noch verabschieden wollen. Als wir die Stadt hinter uns gelassen haben beginnt ein guter und breiter Radweg. Perfekt für die Kinder. Lukas hat nach 8 Kilometern Hunger und will im Anhänger was essen. Maria fährt gut 20 Kilometer mit einigen Pausen, bevor wir sie in den Anhänger setzen damit sie sich ausruhen und etwas essen kann.

In Nierstein machen wir Mittagspause. Da wir bisher keinen Bäcker gefunden haben, essen wir die von gestern übrig geblieben süßen Stückchen halt zu Mittag anstatt zur Nachmittagspause. Geht auch mal (meint Michael)

Einige Kilometer vor Worms finden wir noch einen Spielplatz mit Wasserlauf und machen erneut Rast. Unsere glücklichen Kinder sind kaum zur Weiterfahrt zu überreden.

In Worms schauen wir uns noch den Dom an und laufen durch die Innenstadt.

Zum Abendessen werden wir freundlich bedient, fast wie in einem Lokal. Das Essen schmeckt, die Portionen sind gut und die freundliche Frau aus der Küche ist aufmerksam und fragt immer wieder ob noch was fehlt. Einen solchen guten Service hatten wir auf unserer Tour bisher nicht mal in einem Restaurant! Super hier fühlen wir uns wohl!

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 12: von Oberwesel nach Mainz

Schlange stehen beim Frühstück. In dieser1 Jugendherberge dürfen die Gäste nicht selbst an das Buffet, sondern es wird alles ausgegeben. Zumeist nur von einer Person… Zu wenig Personal wie wir finden. Es geht kaum voran und die Frau an der Ausgabe ist auch nicht sehr freundlich.

Nach dem Frühstück packen wir schnell und gehen auf die Strecke. Erst mal wieder runter zum Rhein. Was gestern nur mit Anstrengungen und ohne Kinder hoch zu fahren war, ist heute eine Belastungsprobe für die neuen Downhill-Bremsen. Oh je! Nach 80 der 150 Höhenmeter versagen die neuen Bremsen. Scheinbar kocht die Bremsfüssigkeit. Der Druckpunkt der Bremsen ist futsch. Ganz vorsichtig geht es die letzten Meter bis zum Rhein hinunter. Die teure XT Doppelkolben-Bremse ist überlastet. Die Bremsscheibe ist verzogen und schleift. Zum Glück geht es nach einer Abkühlphase dann einigermaßen weiter.

Einige Burgen säumen noch unseren Weg entlang des Mittel-Rheintals bis Bingen.

In Bingen machen wir Rast auf einem schönen Spielplatz und lassen Maria und Lukas eine ganze Zeit spielen.

Auf dem weitere Weg bis Mainz wird das Rheintal wieder breiter und der Weg verläuft durch viele Kleingartenanlagen und Obstwiesen. Die letzten Kilometer nach Mainz hinein fahren wir dann durch Industrieanlagen. Einen Abstecher zum Dom machen wir auch noch, doch leider ist dieser geschlossen. Schade!

Unser Jugendherbergszimmer entschädigt dann mit einem schönen Ausblick auf den Rhein. Beim Abendessen beginnt es dann ausgiebig zu regnen. Welch Ein Glück dass wir schon im Trockenen sitzen!

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 11: von Rhems nach Oberwesel via Boppard

Von Rhems bis Boppard verläuft der Rheinradweg entfernt von der Hauptverkehrsstraße, so dass unsere Kinder sofort 10 km der Tagesetappe fahren dürfen. Sie machen das für ihr Alter wirklich toll. Trotzdem bin ich als Mama total unentspannt, wenn ich sehe, wie knapp sie an Parkbänken und Pflanzkübeln vorbei fahren, wie sie abbiegen und wie dicht sie auffahren. Ausgerechnet Michael meinte, ich soll mich entspannen und „Ohm“ denken. Lukas machte just ein „Ohm. Mama“ nach… 🤣

Mittagspause machten wir in Boppard auf einem Spielplatz zur Freude der Kinder.

Hinter Boppard Richtung Loreley verläuft der Rheinradweg direkt an der Straße entlang ohne Grünstreifen oder Leitplanke zum Auto-Verkehr. Daher fahren die Kinder wieder im Anhänger mit.

Im Mittel-Rheintal genießen wir die Aussicht auf Burgen und natürlich den Loreley Felsen, auch wenn wir die „kleine Wassernixe“ nicht sehen.

In Oberwesel ist uns der Anstieg zur Burg Schönburg und zur Jugendherberge zu steil. Daher laufe ich mit den Kindern alleine den Fußweg hoch und Michael darf alleine strampeln.

Danach machen wir noch einen kleinen Ausflug zur Schönburg.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 10: von Ernst (bei Cochem) nach Rhens via Koblenz

Unser Tag beginnt mit Donner und Regen. Egal, es ist erst unser 2. Regentag auf der Tour. Bis wir um 10:45 Uhr starten, ist der größte Teil des Regengebietes schon durchgezogen. Ich (Carina) fahre trotzdem in voller Regenmontur los – nur zur Sicherheit, außerdem stört mich immer das Spritzwasser von der Straße. Schon nach einer Viertel Stunde brauchen wir die erste Pause, weil uns viel zu warm wird und wir uns umziehen.

Die 2. Pause ist mal wieder ein technischer Stop: Platten Nr. 4 auf dieser Tour.

Unsere späte Mittagspause verbringen wir direkt an der Mosel mit Panoramablick auf Burgen… Irgendwo entlang der Strecke.

Der Moselradweg von Cochem nach Koblenz verläuft viele Kilometer entlang von Bundesstraßen und ist daher für unsere Kinder nicht gut geeignet. Sie dürfen im Anhänger sitzen, sich ausruhen, Lieder singen und uns anfeuern.

Am Deutschen Eck verbringen wir unsere Nachmittagspause. Als wir dort sitzen und auf Mosel und Rhein blicken meint Michael, dass es gefühlt für ihn jetzt direkt nach Hause geht – eben entlang des Rheinradwegs… Ja so ist das, den Moselradweg haben wir jetzt verlassen, aber noch liegen 5 Fahrtage vor uns.



Einen kleinen Stadtrundgang durch Koblenz gönnen wir uns noch. Nachdem wir die Stadt verlassen haben, dürfen unsere Kinder die letzten 8 km bis zu unserer Unterkunft in Rhems alleine radeln.

Der Rheinradweg zeigte sich hier noch einmal ganz anders als gewohnt: Wir fuhren tatsächlich durch ein Waldstück und zwischen den Bäumen blitzte immer wieder der Fluss auf.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 9: ein Urlaubs-Tag in Cochem

Wir schlafen bis um halb neun und haben immer noch genug Zeit für ein üppiges Frühstück! Das ist mal ein Urlaubstag… Es fühlt sich seltsam an, so viel Zeit zum Verbummeln zu haben.

Mit dem Rad fahren wir dann nur 5 km nach Cochem, um uns die Stadt anzuschauen und zur Burg zu laufen.

Von Ernst nach Cochem sind es zwar nur 5 Kilometer aber heute soll es 35 Grad werden. Also doch besser die Sportsachen anziehen, darin lassen sich die heißen Temperaturen besser ertragen.

Cochem ist eine sehr schöne Stadt mit vielen Fachwerkhäusern und engen Gassen. Über der Stadt tront eine sehr gut erhaltene Burg. Wir parken unser Rad am Fluss und gehen zu Fuß auf Erkundungstour.

Nach dem Stadtbummel dürfen Maria und Lukas noch ein Eis essen. Maria schmeckt es sichtlich aber Lukas mag es nach einer halben Kugel nicht mehr, weil es ihm zu kalt ist… 🤣🙈Natürlich wittert Maria ihre Chance aber so viel Eis auf einmal gibt es dann auch nicht.

Zurück in Ernst gehen wir einkaufen und picknicken an der Mosel unser Abendessen. Sehr idyllisch!

Zum krönenden Abschluss dieses sehr entspannten Urlaubstages gehen wir nochmal direkt ans Mosel Ufer zum Steinburg Bauen, Steinchen Springen lassen, Schiffe Gucken und natürlich Füße abkühlen.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 8: von Bernkastel-Kues nach Ernst

Zum Frühstück holen wir Brötchen und Aufstrich aus dem gegenüberliegenden Supermarkt. Nach dem Frühstück noch kurz einkaufen und zur Bank. Es wird mal wieder spät bis wir endlich auf der Strecke sind. Egal sind ja nur gemütliche 48 Kilometer laut unserem Plan…

Das Mosel Tal ist heute sehr schön. Viele Weinterassen und immer wieder schroffe Felsen. Der leichte Rückenwind lässt uns gut voran kommen. In Traben-Trarbach schauen wir uns ein wenig um und machen Pause an einem kleinen Spielplatz.

Weiter geht es, die Kilometer purzeln aber unser Ziel ist noch weit weg. Zahlendreher in der Planungstabelle – verdammt. 84 Kilometer sind dann nicht mehr so gemütlich!

Auf diese Erkenntnis gibt es erst einmal einen Liter Cola zur Stärkung. Dann geht es weiter bis wir an Burg Metternich vorbei kommen. Eine Bank und der wunderschöne Blick auf die Stadt und die Burg verleiten uns zu einem weiteren Stopp. Nach weiteren 5 Kilometern stehen wir erschöpft vor unsere Unterkunft. GESCHAFFT!

Duschen und ab zum Italiener. Diesmal ist der Service hervorragend 😉. Danach fallen wir einfach nur noch ins Bett.

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Rheinland-Pfalz und Saarland, Tag 7: von Trier nach Bernkastel-Kues

Hinter Trier hat uns der Moselradweg richtig gut gefallen. Der Radweg führt meistens direkt an der Mosel entlang so dass man immer Blick auf das Wasser und die steilen Weinberge hat.

Mittagspause machten wir sehr ausgiebig an einem „Wassertretbecken“. Die Kinder nannten es „Wasser-Spielplatz“.

In Bernkastel-Kues angekommen kippte unsere gute Laune, weil wir vor folgenden Herausforderungen standen: unser 1. Hotel war ‚überbucht‘, d. h. nachdem wir alles Gepäck vom Fahrrad abgeladen und reingetragen und das Tandem samt Anhänger schon in der Fahrrad-Garage verstaut hatten, bekamen wir die Info, dass jetzt doch kein Zimmer frei sei. Der Chef telefonierte einige andere Hotels ab, oder tat zumindest so, kam aber nirgends durch… Und gab uns schließlich nur den Hinweis, dass wir über booking.com etwas anderes buchen sollten… Grrr! (Ach ja, wir hatten im ‚Dolce Vita‘ reserviert und den Kindern dort schon eine Pizza versprochen).

Nachdem wir ein anderes Hotelzimmer etwas weiter entfernt vom Zentrum gefunden hatten, versprachen wir den Kindern woanders Pizza zu essen. Das wurde zur 2. Herausforderung… Mit hungrigen Kindern hatten wir schnell eine Pizzeria gefunden, sowohl bestellen als auch Pizza zu essen zu bekommen dauerte ewig. Lukas war zurecht sehr ungeduldig. So lange hatten wir noch nie gewartet.

Michael und ich waren so erschöpft und genervt vom „Dolce Vita Lebensgefühl“, dass wir beim Abendspaziergang durch Bernkastel-Kues keine Lust mehr auf Eis hatten. Dafür gönnte ich mir mit den Kindern eine Fahrt mit dem Riesenrad, um die Aussicht und die Abendstimmung zu genießen.