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Tag 51: Statistik zur Tour

Wie lange?

50 Tage im Urlaub

– 2600 km

Wie war das Wetter?

– Ein wechselhafter Sommer

– 29 Tage mit tollem Sonnenschein

– 21 Tage mit Regen, davon sind wir nur 5 mal nass geworden.

Konntet ihr schwimmen gehen?

– JA! 13 mal in der Ostsee, 5 mal in Seen, 1 mal im Schwimmbad

… Nicht gezählt haben wir „Beine ins Wasser hängen“, also nur durchs Wasser spazieren in kurzen Hosen…

Welche Defekte gab es diesmal?

Tretlager und Gepäckträger am Tandem sind defekt, eine Speiche ist ausgerissen, 2 Speichenbrüche

Ständer an Carinas Fahrrad ist verbogen zu (schwer beladen)

Das mittlere Kettenblatt an Carinas Fahrrad war rund gefahren und musste ausgetauscht werden.

Unzählige Male ist die eine oder andere Kette runtergesprungen

– unser Zelt mussten wir abdichten.

– an einer Isomatte hat sich die Klebung gelöst, es gibt mittig eine dicke Luftblase.

Verluste

– eine Sonnenbrille von Lukas

– Eine Banane wurde von einer Maus angefressen.

– Etliche Kilos Bauchspeck sind auf der Strecke geblieben

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Tag 50: Zieleinlauf, von Bramsche nach Steinfurt

Um 20:20 Uhr hat es aufgehört zu regnen. Wir konnten unseren trockenen Platz unter der Brücke verlassen. Frisch gestärkt haben wir uns auf die letzten 50 km unserer Radtour gemacht.

Die Weiterfahrt entlang des Mittellandkanals wurde mühselig: Der Weg ist in diesem Abschnitt geschotterte und war vom Regen so aufgeweicht und voller tiefer Pfützen, dass wir stark ausgebremst wurden.

Sonnenuntergang am Mittellandkanal

Nach 7 meist sonnigen Wochen im Norden und Osten des Landes, hatten wir schon fast vergessen, wie schnell es hier dunkel wird im August. Zum Glück waren wir schnell genug gefahren, um bei Einbruch der Dunkelheit vom Mittellandkanal wegzukommen und in die nächsten Orte reinzufahren. Wir hatten fast kein Wasser mehr in unseren Fahrradflaschen. Beherzt sprachen wir Paasanten vor einem Haus an und fragten nach, ob sie so lieb wären und unsere Flaschen auffüllen könnten. DANKE! PERFEKT! Wir bekamen Wasser und noch ein paar Snickers für die letzten Kilometer geschenkt.

Später als gedacht, aber sehr glücklich haben wir heute unser Ziel erreicht.

Tages-Kilometerstand am Zielort

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Tag 50: von Minden bis zu einer Brücke hinter Bramsche 😉 – ein Zwischenbericht

Es regnet seit einer Stunde: Es ist 20 Uhr, wir sitzen am Mittellandkanal unter einer Brücke in Sichtweite vom Campingplatz und haben bereits Abendessen gekocht…

(Ihr merkt schon, ich schreibe den Blog Eintrag heute rückwärts, d.h. antichronologisch. )

Ca. 50 km noch bis zum Start/Zielort.

Um 18 Uhr bei einem Kilometerstand von 70 haben wir uns endgültig entschieden, eine Doppeletappe zu fahren von geschätzten 140 km. Warum? Weil das Wetter bei uns noch ganz gut und sogar sonnig war UND weil für morgen Vormittag Regen gemeldet wurde. Wir möchte nicht noch einmal bei Nässe zelten, nur um dann unsere Tour bei Regen zu beenden.

Den ganzen Tag über sind wir den Gewittern davon gefahren.

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Tag 50: von Stolzenau nach Minden

Auf dem Weser-Radweg ist ordentlich Verkehr: So viele Tourenradler haben wir lange nicht gesehen – auch auf dem Ostsee-Radweg nicht.

Wir kamen an einigen Badestellen vorbei, aber bei kühlem und nassen Wetter erschienen sie nicht so einladend. Daher waren wir zur Mittagspause schon in Petershagen am Spielplatz an der Windmühle.

Direkt an der Weser konnten wir bis nach Minden ans Wasserkreuz fahren. Weser und Mittellandkanal kreuzen sich hier.

Nachdem wir unser Zelt auf einem Campingplatz hinter Minden aufgebaut hatten und die schweren Taschen im Zelt verstaut hatten, wollten wir ohne Gepäck zum Kaiser Wilhelm Denkmal hinauf radeln.

Nach gut 150 Höhenmetern waren wir oben. Geschafft! Wir konnten das Kaiser Wilhelm Denkmal bestaunen und die Aussicht genießen. Das war das heutige Highlight!

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Tag 49: von Bostel im Off 😉 nach Stolzenau an der Weser

Bostel im Off, genauer gesagt „Campingplatz im Rehwinkel“ oder dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen… Dort sind wir nach einer sehr kalten Nacht mit ca. 11 Grad Celsius heute morgen gestartet. Wie im Herbst haben wir sagar noch im Zelt gefrühstückt, weil es auf der Wiese zu nass und zu kalt war.

Dann starteten wir unsere „Überführungsetappe zur Weser“. Wir folgten Landstraßen und Bundesstraßen mit Radweg. Da kamen wir richtig schnell voran, alles war asphaltiert und es ging fast immer gerade aus. Mittagspause haben wir in Walsrode gemacht. Kaffeepause bzw. Eispause haben wir in Nienburg gemacht. Nur zur Verdeutlichung: da standen um 15 Uhr schon über 60 km auf unserem Tacho. Das Eis und die Pause brachten zusätzliche Power! Frisch gestärkt folgten wird ir von Nienburg an dem Weser-Radweg bis nach Stolzenau.

An der Weser konnten wir das Highlight des Tages beobachten. Unzählige Wasservögel so weit das Auge reichte: Gänse, Enten, Silberreiher, viele Schwäne… Dann auch noch Kühe und Kälber.

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Tag 48: von Munster in die Nähe von Soltau

Wir sind jetzt zwischen Soltau und Walsrode. Luftlinie von Munster hier her: ca. 20km, wir sind knapp 70km durch die Lüneburger Heide geradelt.

Einer der Vorteile einer Übernachtung im Hotel ist das abwechslungsreiche Frühstück am nächsten Morgen. Frühstückseier, Obstsalat und Croissants gibt es sonst nicht im Radurlaub.

Dann machten wir uns auf in den Naturpark Lüneburger Heide. Wir haben uns also die Heidelandschaft rund um Wilsede angeschaut – sehr schön, auch wenn die Heide noch nicht blüht.

Auf der Suche nach Heidschnucken dachten wir schon, dass wir keine lebenden mehr finden würden…

Aber dann haben wir doch noch eine Herde gesehen…

Auf dem Weg besichtigen wir in Sprengel eine richtig schön restaurierte Windmühle. Wir konnten sie sogar von innen besichtigen und über Schautafeln den Weg vom Korn zum Mehl verfolgen.

Dann sind wir nach Schneverdingen gesprintet, denn schwarze Wolken kündigten den nächsten Regenguss an. Fast trocken angekommen haben wir in Schneverdingen Kaffeepause gemacht.

Heute zelten wir im absoluten Off zwischen Soltau und Walsrode. Wir sind die einzigen Camper weit und breit auf dem in die Jahre gekommenen Campingplatz.

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Tag 47: von Lüneburg nach Munster

Der Plan für heute war Lüneburger Heide bei Sonnenschein zu bestaunen. Leider fehlte es zeitweise an Sonnenschein bzw. wenn die Sonne schien, war keine Heidelandschaft in der Nähe. Das Wetter war wechselhaft und windig. Da wir es nehmen mussten wie es kam, stellten wir uns beim ersten Regenschauer unter einen Baum, dann unter einen Holzlaster. Kurz darauf spannen wir die Picknickdecke über uns auf, dann flüchteten wir zu einer Bushaltestelle.

Meist zeigte das Wetter Radar etwas anderes an, als das was wir erlebten.

Einen kurzen Spaziergang durch die Lüneburger Heide haben wir dann doch noch gemacht.

Es wird allerdings noch ca. 2 Wochen dauern, bis die Heide in voller Blüte steht.

Ab 16 Uhr sollten weitere Gewitter über unsere Strecke hinwegziehen. Da hatten wir keine Lust mehr zum weiter Radeln. Wir gingen ins Hotel, wo wir jetzt einen trockenen Abend erleben.

Bei einem Spaziergang durch Munster haben wir die ersten Heidschnucken gesehen😉, Mühlbach und Wassermühle bestaunt.

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Tag 46: von Alt Garge nach Lüneburg

Was war heute? Unpräzise Wettervorhersage in alle Richtungen! Das einzige was stimmte war die Vorhersage der Windrichtung – viel Gegenwind! Immer wieder kurze und starke Schauer. Noch nie haben wir uns so gefreut, entlang von mannshohen Maisfeldern zu fahren wie heute. Normalerweise ist das für Radfahrer blöd, weil der hohe Mais die Sicht auf das Umland versperrt. Heute haben uns die Maisfelder vor dem Wind geschützt.

Beim ersten Regenguss des Tages hatten wir Glück, weil wir gerade an einem Supermarkt vorbei kamen und unseren Wochenendeinkauf während des Regens erledigen konnten.

Auch beim zweiten starken Regenguss stimmte unser Timing: Wir waren gerade zur Mittagspause am Schiffshebewerk Scharnebeck angekommen. Tatsächlich hatten wir dort einen Logenplatz mit bestem Blick auf das Schiffshebewerk. Zwei Schiffe wurden in der Zeit angehoben. Die Kinder waren begeistert!

Weiter ging es nach Lüneburg. Dort wurden wir allerdings kurz geduscht, bevor wir uns unterstellen konnten.

Während Regenguss Nummer vier haben wir die Kirche besichtigt und uns viel Zeit gelassen…

Lüneburg hat uns richtig gut gefallen.

Die vielen schönen Backsteinbauten mit ihren verzierten Giebeln haben uns immer wieder fasziniert. Bei unserem kurzen Stadtrundgang gab es einiges zu entdecken und zu bestaunen.

Doch bevor wir erneut nass werden, wollten wir dann doch lieber schnell die letzten Kilometer zum Zeltplatz fahren und trocken unser Zelt aufbauen… Die Eile war dann aber unbegründet. Das noch angekündigte Regenschauer blieb aus, was uns aber nicht störte. 😊

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Tag 45: von Dömitz nach Alt Garge

Den Vormittag haben wir genutzt, um die Festung von Dömitz inkl. Ausstellungen zu besichtigen.

Genauer gesagt haben die, Kinder und ich uns intensiv alles angeschaut, während Michael in seiner Funktion als „Chef Mechaniker“ mein Fahrrad wieder flott gemacht hat. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit gestern war mein mittleres Kettenblatt überhaupt nicht mehr zu gebrauchen, was mich bei dem Gegenwind gestern echt geärgert und ausgebremst hat.

Leider kann ich gerade keine weiteren Fotos von der Festung hochladen.

Schließlich durfte Michael sich auch noch etwas ansehen z. B. die Ausstellung zum Biosphärenreservat. Wir haben noch gemeinsam Mittagspause auf dem Gelände gemacht und dann sind wir um 12:15 Uhr mit nur 3 km auf dem Tacho doch schon auf die heutige Strecke gegangen.

Wir sind wieder auf dem Elbe-Radweg, z. T. entlang des „Grünen Bandes“ (ehemaliges innerdeutsches Grenzgebiet), bzw. immer noch auf dem Mecklenburgischen Seen Radweg unterwegs. Daher war die Strecke heute auch sehr grün und sehr idyllisch.

In Hitzacker haben wir mit der Fähre über die Elbe gesetzt, weil wir uns das Städtchen mit den vielen Fachwerkhäusern und der kleinen sehr hübschen Kirche ansehen wollten.

Dieser Abstecher hat uns 200 Höhenmeter im weiteren hügeligen Streckenverlauf eingebracht.

Heute zelten wir auf einem sehr schönen Campingplatz in Alt Garge. Direkt nebenan gibt es ein Waldschwimmbad. Da wollten wir auf jeden Fall hin. Oje, war das ungewohnt, in ein gekacheltes, gechlortes Schwimmbad zu gehen, nachdem wir die letzten Wochen nur in Seen und der Ostsee schwimmen waren.

Maria witterte ihre Chance: Es gab es 50 bzw. 25 Meter Becken, Badeaufsicht und die große Motivation, das Seepferdchen Schwimmabzeichen zu machen. Kurz hat sie mit uns noch einmal alles geübt, um dann stolz der Schwimmeisterin vorzuschwimmen. Geschafft! Mega stolz ist sie… Und die Eltern natürlich auch. Das viele Schwimmen Üben der letzten Wochen hat sich gelohnt.

Ach ja, wir wurden heute auf dem Campingplatz und im Schwimmbad akribischst nach Impfpässen gefragt und mussten 2 Zettel mit Kontaktdaten ausfüllen. Ich dachte erst, weil wir Mecklenburg Vorpommern verlassen haben und jetzt wieder in Niedetsachsen sind… Aber der Grund ist die Inzidenz von über 50 an drei aufeinander folgenden Tagen im Lk Lüneburg. Man sagte uns: eine Party mit einer nicht eingehaltenen Quarantäne und einem manipulierten Selbst-Test… alles beginnt wieder von vorne… im Schwimmbad waren sogar alle Duschen und Umkleidekabinen geschlossen. By the way, in Schleswig-Holstein enden gerade die Sommerferien. Das ist von hier aus ein Katzensprung. Am Montag wird hoffentlich für alle wieder die Schule beginnen können.

Bleibt gesund, wenn Ihr jetzt in den Urlaub fahrt, kommt gesund wieder und schützt v. a. die Ungeimpften (Kinder und Jugendlichen).

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Tag 44: von Neustadt-Glewe nach Dömitz

Das Highlight am Vormittag war die Besichtigung (von außen) von Schloss Ludwigslust und die Besichtigung des sehr schönen und weitläufigen Schlossgartens.

Heute hatten wir einen der schönsten Mittagspausenplätze: direkt an den Wasserspielen im Schlosspark.

Bis zum Zielort Dömitz haben wir gegen den starken Gegenwind gekämpft: Böen bis 50 kmh… Ich fragte mich: WAS heißt da Böen? Der lebhafte Wind war IMMER da.

In Maliß haben wir die Aussicht über die ganze Umgebung genossen.

Nachdem wir am Campingplatz unser Zelt aufgestellt hatten, haben wir noch einen Ausflug zur 3 km entfernten Wanderdüne gemacht.

Da hat doch das Wetter genau richtig mitgespielt: Regenbogen direkt über der Düne! Wir waren begeistert!

Heute zelten wir auf einem hübschen kleinen Campingplatz für Wasserwanderer… 9 von 10 Zelten auf der Wiese gehören Radfahrern, die mit oder ohne Kinder richtig weite Distanzen bewältigen.